Ballonfahren macht Spaß – Dipl.-Ing. Carsten Rußner GmbH & Co. Luftfahrt KG

 Modell bauen

Modellballone aus Papier

Die Experimente der Gebrüder Montgolfier aus dem 18. Jahrhundert können im Kleinformat leicht wiederholt werden. Modellballone aus Papier verdeutlichen am besten das simple Prinzip des statischen Auftriebs. Man kann sie auch fertig kaufen, aber es macht entschieden mehr Spaß, wenn man sie sich selbst zusammenbaut. Am meisten Abwechslung hat man allerdings, wenn dann mehrere um die Wette fahren und man sie jagt. Das Prinzip der Heißluftballone könnte gar nicht einfacher sein. Man braucht sie nur mit warmer Luft zu füllen, und schon gleiten sie davon - bis die warme Luft abkühlt. Zwei Personen sind durchaus in der Lage, einen Papierballon in wenigen Stunden anzufertigen. Was man dazu braucht: 48 Bögen Seidenpapier von 30 cm Kantenlänge, Klebstoff, Scheren und Draht. Um das Modell dann steigen zu lassen, braucht man viel Platz, den man zum Beispiel draußen auf dem Land findet, und eine einfache Wärmequelle. Das Wetter bestimmt dann, wie weit der Ballon fliegt (oder fährt). Einer dieser Ballone brachte es auf vier Aufstiege, und er legte dabei bis zu 80 km zurück - bei einer Fahrt. Am besten füllt man den Ballon mit einem Heizgebläse, man kann aber auch eine Lötlampe, einen Campingkocher oder sogar offenes Feuer dafür nehmen. Damit der Ballon länger in der Luft bleibt, kann man zusätzlich Wattebäusche mit Spiritus tränken und in das Drahtgitter in der Ballonöffnung stecken; man entzündet sie dann erst kurz vor dem Start. Diese Methode kann allerdings auch einen Brand auslösen, also beschränkt man sich besser auf die Originalfüllung mit Heißluft. Hat der Ballon abgehoben, geht es darum, mit ihm Schritt zu halten. An einem windstillen Tag kann das zu Fuß sehr reizvoll sein, aber unter anderen Bedingungen kann die »Kugel« viele Kilometer zurücklegen und dann ist es besser, zumindest ein Fahrrad dabeizuhaben.

1. Zunächst fertigt man 12 lange Bahnen, indem man jeweils 4 Bögen Papier mit 1,5 cm Uberlappung zusammenklebt. Dann knickt man die Bahnen der Länge nach in der Mitte, steckt sie ineinander und hält sie an der Knickstelle mit Klammem fest (s. Bild). Wenn man die Papierbögen unterschiedlich färbt, kann man sein Muster selbst bestimmen.

2. Jetzt zeichnet man eine Schlangenlinie auf die oberste Bahn und schneidet alle Bahnen danach aus. Mit den noch immer befestigten Klammern legt man die Bahnen dann auf eine ebene Fläche - mit der Schnittkante zum Körper.

3. Die oberste Bahn drückt man jetzt beiseite und bestreicht die nächsten zwei Schnittkanten mit Klebstoff. Wenn nur noch eine halbe Bahn übrigbleibt, klebt man auch die Schnittkante der ersten mit der Schnittkante der letzten Halbbahn zusammen. Nun bestreicht man die Spitzen der Bahnen mit Klebstoff, presst sie zusammen und verschnürt sie fest mit einem Bindfaden.

4. Zum Schluss formt man aus starkem Draht einen Ring und klebt ihn in die Öffnung des Ballons, quasi als Saum. Dann verschließt man die Öffnung mit einem Gitter aus feinem Maschendraht. Jetzt ist die Montgolfiere startbereit.